Emilia Galotti

Ein korrupter Staat. Ein Ehrenmord. Eine Frau will sich vor ihrer Verführbarkeit schützen lassen. Eine andere Frau ist bewaffnet. Religiöser Fanatismus. Blutrünstige Rachefantasien. Entführung in fremdes Hoheitsgebiet. Ein Mordkomplott und die Sehnsucht, Murmeltiere jagen zu gehen in den Alpen. Kurz und knapp: Emilia Galotti – German Leitkultur pur.
Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler schieben jeglichen moralischen Aufklärungsgestus beiseite und holen Emilia direkt in ihre Lebenswelt. Wofür lohnt es sich zu sterben?

„Großes Kino im kleinen Theater“

„Das Theater „zwo sieben“ zeigt eine furiose „Emilia Galotti“ in Nürnberg auf AEG. (…) Dass das Ganze so kurzweilig gelingt, liegt an der Doppel-Besetzung: Sowohl Emilia als auch Marinelli – der Handlanger des Prinzen – werden von je zwei Frauen dargestellt. (…) Das Lachen bleibt einem so manches Mal im Halse stecken bei Güssows Inszenierung. (…) großes Kino im kleinen Theater. (…) lang anhaltender, verdienter Applaus.“

Nürnberger Nachrichten, 06. Oktober 2015

Aufführungen: 04./06./07./09./21./22. Oktober 2015 und 11./12. November 2015 Auf AEG, Werkstatt 141, Nürnberg

Regie: Veit Güssow

Bühne & Kostüm: Johanna Deffner

Technische Leitung: Gerd Budschigk

Regieassistenz: Alexander Falk und Jakob Jokisch

Es spielten: Daniel Behringer, Veronika Conrady, Michaela Dudek, Julian Eysenbach, Elif Güzel, Elke Haertel, Hannes Hoffmann, Natalie Schmal und Lena Wagner

Fotos: Rainer Windhorst